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snake
Gast

-Wie war meine Vorbereitung (wv Wochen zuvor angefangen, wv Stunden pro Woche, Fokus auf bestimmte Untertests)?
Vorerst: Ich habe im Jahr 2023 ohne wirkliche Vorbereitung den EMS absolviert und völlig verhauen. Mein TP war irgendetwas mit 20 und meine Puktzahl etwas mit 50, wenn ich mich richtig erinnere.
Für den diesjährigen EMS habe ich mir das Ziel gesetzt zu bestehen und das sollte meine Mission sein im Zeitraum vom Dezember 2024 bis zum EMS 2025.
Im Dezember 2024 habe ich damit begonnen, den Leitfaden von den Medgurus durchzulesen. Mein Lernmaterial habe ich gebraucht von einem Freund von mir gekauft, die Auflage war die des Jahres 2021, also recht alt. Der Fokus lag von Anfang an auf dem Untertest Quantitative und formale Probleme, da ich seit 1.5 Jahren, also seit der Matura, genau GAR NICHTS mehr für irgendetwas gemacht habe, das auch nur im Ansatz nützlich für den EMS hätte sein können. Dieser Leitfaden ist wirklich toll, da er die Aufgabentypen ausführlich vorstellt und direkt Übungsaufgaben bietet. Wirklich, super einstieg. Bis zum Februar habe ich dann sporadisch immer wieder ein bisschen geübt. Ab Februar dachte ich mir, ich schreibe ein Lerntagebuch, damit ich mich 1. besser fühle und 2. weiss, was ich wann gemacht habe. 3. weil ich im Hinterkopf hatte, dass das jemandem helfen könnte irgendwann. Also sind die Angaben ziemlich akkurat. In den Monaten von Februar bis Mai habe ich ein Praktikum in einem Spital gemacht, das härter war als erwartet. Ergo habe ich fast nur an meinen 2/3 freien Tagen in der Woche gelernt. Ich habe versucht, jeden Lerntag wie folgt zu gestalten: Muster zuordnen, langer Untertest, evtl noch einmal ein langer Untertest, dann Konzentrationstest. Warum? Ich habe gemerkt, dass ich wirklich sehr grosse Probleme hatte bei Muster zuordnen. Denn Anfangs habe ich teilweise gerade mal so 6 Aufgaben von 18 lösen können, wovon mit Glück 4 richtig waren. Mindestens 1x von den 3 Tagen habe ich Figuren und Fakten lernen geübt.
Ich habe ausserdem einen Vorbereitungskurs von NC Wiki und einem privaten Anbieter besucht. Aber Freunde, überlegt euch gut wo ihr euer Geld investieren wollt. Wenn ihr gut recherchieren könnt, so gebt vielleicht Geld für hochwertiges Übungsmaterial aus, denn die Sachen, die euch in den Kursen erzählt werden, das sind wahrscheinlich keine Zauberformeln, sondern auch einfach durch Erfahrungen gewonnene Erkenntnisse. Ein Kurs kann aber auch durchaus Sinnvoll sein, denn bspw. sind oft Simulationen inbegriffen, die professionell geführt und realistisch sind. Also, wenn ihr es euch leisten könnt, dann ist es durchaus eine Überlegung Wert, einen Kurs zu besuchen.
Auf jeden Fall habe ich ab April regelmässig Simulationen gemacht. Insgesamt etwa 6 komplette und auch manchmal kurze eigene, einfach um mich selbst auch auf Trapp zu halten.
Immer, wenn ich Zeit und Lust hatte, habe ich mich bspw. am Abend hingesetzt und noch einmal Matheaufgaben gebüffelt. Ich wollte, dass das mein Joker ist.
-Wo hatte ich besonders Mühe in der Vorbereitung?
Dadurch, dass ich sehr früh angefangen habe zu lernen, verlor ich schnell an Motivation und ab Ende Mai hat es mich wirklich stark angegurkt. Ich war Ende Mai noch für 5 Tage in den Ferien, wo ich nichts für den NC gemacht habe. Währenddessen habe ich mich so schlecht gefühlt und dachte, ich verliere meinen ganzen Fortschritt. Traut euch aber, auch mal eine Auszeit einzulegen, eure Batterie aufzuladen um danach wieder Vollgas geben zu können. Meine Batterie war zwar voll aber die Motivation trotzdem am Arsch, ganz ehrlich. Das lag auch an meinen Resultaten bei meinen Simulationen: ich hatte immer, ausser einmal, zwischen 80 und 90 Punkten. Mein Ziel war eigentlich immer, über 90 Punkten zu sein, wow. Das Problem war, dass es immer an einem anderen Untertest lag: Mal habe ich verkackt in QFP, mal in Figuren oder Fakten lernen, mal im Konzi. Wirklich mühsam. Ich blieb trotzdem dran und habe wirklich bis zum Tag vor dem EMS gelernt. Mich hat es nämlich sehr beruhigt, wenn ich geübt habe. Ich hätte nicht einfach mehrere Tage nichts machen können. Was wichtig ist, ist, dass ihr mindestens 3/4 Tage vor dem EMS keine Figuren oder Fakten lernt, sonst bleiben die euch eventuell bis zum Tag X!!

-Wie fühlte ich mich während der Prüfung?
Klar, nervös war ich. Aber dadurch, dass ich vor 2 Jahren schon einmal angetreten war, habe ich den Ort gekannt und bin fast am selben Ort gesessen. Zum ersten Mal überhaupt an einem Test, habe ich Ohropax reingetan und Mann, haben die gewirkt. Ich war im Tunnel und habe versucht, mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.
Muster zuordnen: einfacher als erwartet, wahrscheinlich lag das daran, dass ich fast täglich Muster zuordnen geübt habe. Ich habe den Kreublick nie wirklich können, nur sporadisch bei A und B angewandt, bei C, D und E nie.
MedNat: Shit, das sind ja ziemlich schwere Texte und irgendwie bin ich mir bei keinem wirklich sicher. Naja nicht runterkriegen lassen und weiter geht‘s.
Objekte im Raum: beim Lernen hatte ich nie, wirklich nie Probleme gehabt. Am EMS war ich so Überrascht vom Schwierigkeitsgrad der Aufgaben, dass ich mich kaum konzentrieren konnte. Vielleicht lag es einfach daran, dass ich zu hohe Erwartungen an mich selbst hegte, sodass ich meinetwegen in den Stress geriet.
QFP: Hier hatte ich ein sehr gutes Gefühl, klar habe ich 2/3 Aufgaben übersprungen, denn es geht um die Zeit, denkt dran. Ansonsten wie erwartet.
Figuren und Fakten: keine bösen Überraschungen, wie erwartet. Ich habe am EMS zum ersten Mal den Eckentrick angewandt und kann es nicht empfehlen es beim EMS zum ersten Mal zu machen.
Textverständnis: War nie meine Stärke, ich habe mich beim Üben oft im Detail verloren und deshalb nahm ich mir vor, lieber zuerst die Fragen durchzulesen. Es hat sich ausgezahlt.
Diagramme und Tabellen: War ich immer mittelmässig bis gut. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie einen hinters Licht führen wollten. Lest einfach genau und beisst die Zähne zusammen. Das habe ich mir auch selbst immer wieder gesagt.
Konzi: Ganz okay, sagte mein Gefühl.

-Wie fühlte ich mich nach der Prüfung? Habe ich mich abgelenkt und wie?
Direkt nach der Prüfung habe ich mich sehr glücklich gefühlt. Endlich ist‘s vorbei und wenigstens muss ich mir nicht sehr viel vorwerfen, denn ich habe ordentlich und viel gelernt. Ausserdem sagt mein gefühl, dass es reichen könnte.
Ich habe das Nachtleben während des Lernens sehr vernachlässigt, dies holte ich in vollen Zügen nach. Je länger die Tage wurden, nach dem Test, je öfter ich darüber geredet und nachgedacht habe, ein umso schlechteres Gefühl schlich sich ein. Und als ich erfuhr, dass wir bereits 3 Wochen, statt 4 nach dem EMS das Resultat mitbekommen werden, hatte ich sehr unruhige Tage. Ständig dachte ich daran und was wohl wäre, wenn ich nicht bestünde. Ich lenkte mich mit Spaziergängen, Sport und Lesen ab.

-Bestanden/nicht bestanden, Testresultat, Testprozentrang, Zuteilung zu welcher Uni?
TP 75, 101 Pkt
Muster zuordnen: 12/18
MedNat: 5/18
Objekte im Raum: 12/18
QFP: 13/18
Textverständnis: 10/18
Figuren lernen: 12/18
Fakten lernen: 14/18
Diagramme und Tabellen: 10/18
Konzentrationstest: 13/18

Extra Tipps: schaut euch Unbedingt die offizielle Testinfo an und löst die offiziellen Übungsaufgaben.
Lernt den Kreuzblick, bitte. Ich kenne Leute die easy 18 Punkte mit diesem Blick geschafft haben. So hat man einen gigantischen Vorteil.
Schaut euch Youtube Videos zum Thema EMS/TMS an. Es gibt so viele nützliche Tipps auf Youtube.

Zuteilung zu meiner Wunschuni Bern. Ich bin überglücklich und freue mich sehr.
Denkt dran, ihr könnt alles schaffen. Ich habe offensichtlich kein Talent für den EMS, aber durch harte Arbeit und Disziplin habe es auch ich geschafft. Gebt nicht auf und bleibt am Ball.