Wie war meine Vorbereitung:
Ich habe im April mit der Vorbereitung begonnen und habe im Schnitt circa 4h pro Tag gelernt, wobei ich mindestens an zwei Tagen pro Woche nichts gemacht habe. Zusätzlich habe ich noch einen Kurs von Medtest besucht, welchen ich sehr empfehlen kann. (Wenn man es sich irgendwie leisten kann). Ich habe hauptsächlich die Materialien von Medtest genutzt und fand die waren auf NC-Niveau.
Angefangen habe ich mit dem Kreuzblick, welchen ich nach circa 2 Wochen üben ziemlich gut beherrschte. Anschliessend habe ich den Fokus auf DT, OFP und Objekte im Raum gelegt, da mir diese Untertests sehr schwer fielen. Bei DT und Objekte im Raum wurde ich mit der Zeit etwas besser, in QFP war ich eigentlich nie wirklich gut.
Ab Mai habe ich dann begonnen täglich zwei längere Untertests und einen kurzen Untertest zu lösen. Gleichzeitig habe ich auch begonnen ganze Simulationen zu lösen. Insgesamt habe ich vier Simulationen gemacht, welche alle super hilfreich waren.
Wo hatte ich besonders Mühe:
Mir fiel es schwer über mehrere Monate motiviert zu bleiben. Im Juni liess die Motivation stark nach und ich habe eigentlich nicht mehr viel gelernt. Allgemein habe ich im Juni gefühlt aufgegeben, da ich einige schlechte Simulationen absolviert habe. Doch auch das gehört dazu und davon darf man sich nicht unterkriegen lassen!
Tipps zu den einzelnen Untertest:
Muster: Kreublick
Mednat: Die Texte nicht allzu genau lesen, da man bei den Fragestellungen eh nochmals genau nachlesen muss. Bei Hormonregulationen oder komplizierten Abläufen unbedingt eine kleine Skizze erstellen. Allgemein würde ich versuchen 14-15 Aufgaben genau zu lösen und davon 12-13 richtig zu haben, anstatt alle Aufgaben. Gleichzeitig darf nicht vergessen, dass sich alles aus den Texten ablesen lässt! Bei sorgfältigem Lesen lässt sich die Antwort finden. Zusätzlich habe ich während der Vorbereitung gemerkt, dass mir stark anatomische Texte, wie zb Nerven oder Muskel Beschreibungen nicht liegen. Solche Texte habe ich dann auch während der Prüfung konsequent übersprungen.
Objekte im Raum: Viel üben!
QFP: Immer ohne Taschenrechner üben und alles so stark vereinfachen, wie nur möglich.
Figuren: Versuche Gruppen zu bilden. Es gibt immer circa 4 Gruppen von Figuren, die alle ungefähr gleich aussehen. Innerhalb von diesen Gruppen versuchen möglichst genau auf die Unterschiede zu achten. Ganz oft üben
Fakten: Ich hatte grosse Mühe mit Fakten und die Loci-Methode klappte nicht wirklich gut. Mit der Zeit habe ich mir angewöhnt nur 4 Blöcke von Personen zu lernen. So hatte ich mehr Zeit die Personen einzuprägen. Mut zur Lücke!
TV: TV war der einzige Untertest, der mir immer schon leicht fiel. Ich würde sicherlich nur zwei Texte lösen. So kannst du dir die Texte aussuchen plus kannst du genau arbeiten. Unbedingt schon während dem Lesen eine Skizze anfertigen und Schlagwörter markieren.
DT: Hier hilft nur viel viel üben.
Wie fühlte ich mich während der Prüfung:
Während und vor der Prüfung war ich ziemlich gelassen. Innerlich war ich überzeugt, dass ich nicht bestehen werde und ich habe mir auch schon ein gutes Alternativstudium rausgesucht. So konnte ich völlig gelöst an die Prüfung gehen, was im Nachhinein vielleicht auch der Schlüssel zum Erfolg war. Nach dem NC hatte ich ein super schlechtes Gefühl, da QFP super schwer war, die Figuren alle gleich aussahen und der Kreuzblick auch nicht richtig klappen wollte. Kurz ich war überzeugt, nicht bestanden zu haben.
Doch dann kam der Brief, bestanden!
TP 78, 103 Punkte.
Allgemeine Tipps:
Geht das Ganze nicht allzu verbittert an. Der NC ist nur eine Prüfung und kann immer wiederholt werden. Sucht euch am besten eine Alternative, falls ihr den NC nicht bestehen würdet. So ist der Druck viel kleiner. Der NC testet nicht nur dein medizinisches/naturwissenschaftliches Verständnis, sondern auch deine Psyche. Wer kann schlussendlich die Nerven bewahren und dem Druck standhalten. Also lasst euch davon nicht unterkriegen. Beginnt nicht allzu früh zu lernen, meines Erachtens reichen 3 Monate völlig aus. Ebenfalls empfehle ich allen die im Zwischenjahr sind, neben der Vorbereitung zu arbeiten. So könnt ihr euch immer wieder ablenken und macht auch noch etwas anderes.